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Bundesland

Abgeschlossenheitsbescheinigung Behörde, Kosten und Ablauf in Hessen

In Hessen stellt die Bauaufsicht der Stadt oder des Landkreises die Bescheinigung aus. Frankfurt am Main hat dafür eine eigene digitale Strecke mit Statusabfrage, was den Vorgang deutlich entschlackt.

Gebühr typisch
ab 280 €
Bearbeitung
vier bis sieben Wochen
Sachverständiger
nein
Rechtsgrundlage
§ 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 i. V. m. § 3 Abs. 3 WEG; Zuständigkeit: Hessische Bauordnung (HBO)
Zuständigkeit

Welche Behörde stellt aus?

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird in Hessen von der nach Landesrecht zuständigen Baubehörde ausgestellt in der Regel der unteren Bauaufsichts- beziehungsweise Baurechtsbehörde, also dem Bauamt der kreisfreien Stadt oder dem Landratsamt. Rechtsgrundlage ist bundeseinheitlich § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 3 Abs. 3 WEG sowie die Allgemeine Verwaltungsvorschrift für die Ausstellung von Bescheinigungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz (AVA); welche Behörde in Hessen zuständig ist, regelt das Landesrecht über die Bauaufsichtsbehörden. Welche Stelle für Ihre Liegenschaft konkret zuständig ist, zeigt die Übersicht der Eckwerte weiter unten.

In Hessen stellt die kommunale Bauaufsicht aus. Bauvorlageberechtigte Architekten zeichnen den Aufteilungsplan und bereiten den Antrag vor, die Dauer hängt vor allem von der Auslastung Ihrer Behörde ab.

Frankfurt am Main hat eine eigene digitale Antragsstrecke mit Sofortbestätigung des Eingangs und Statusabfrage.

Sachverständiger als Alternative? Nein. Seit dem 1. Dezember 2020 stellt nach § 7 Abs. 4 WEG in jedem Land nur die Baubehörde aus.
Eckdaten

Welche Eckwerte gelten für die Abgeschlossenheitsbescheinigung in Hessen?

Die zentralen Werte zur Bescheinigung in Hessen im Überblick. Die genannten Spannen entsprechen typischen Korridoren bei einem Mehrfamilienhaus mit vier bis sechs Einheiten und sauberer Aktenlage. Bei abweichendem Umfang verschiebt sich die Spanne in beide Richtungen.

Eckdaten zur Abgeschlossenheitsbescheinigung in Hessen
Gebühr typischab 280 €
Bearbeitungvier bis sieben Wochen
Sachverständigernein
Rechtsgrundlage§ 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 i. V. m. § 3 Abs. 3 WEG; Zuständigkeit: Hessische Bauordnung (HBO)

Wer eine konkrete Zahl für das eigene Objekt sucht, findet sie im Live Rechner. Er rechnet das Bundesland als Variable in die Spannenermittlung ein und berücksichtigt zusätzlich Einheitenzahl, Bauform und Aussteller.

Direktlinks

Welche Behörde ist in den größten Städten zuständig?

Direkt zur zuständigen Stelle mit eigener Antragsstrecke und aktuellen Gebühren. Klick öffnet die Behördenseite in einem neuen Tab.

Praxis

Worauf sollten Sie in Hessen besonders achten?

  1. 1Frankfurt bietet die schnellste Bearbeitung in Hessen, oft drei bis vier Wochen über das Online Portal.
  2. 2Die Gebühr liegt landesweit im Rahmen von 70 bis 360 € je Einheit (Nr. 648 VwKostO-MWVW), die Behörde setzt den Betrag nach Aufwand fest.
  3. 3Hessen prüft den Aufteilungsplan auf das Vorliegen aller Sondereigentumseinheiten inklusive Keller und Stellplätze.
Antragsweg Hessen

Wie kommen Sie in Hessen Schritt für Schritt zur Bescheinigung?

Vier Schritte, damit der Antrag in Hessen ohne Korrekturschleife durchgeht. Wer sauber vorbereitet, spart in der Regel zwei bis vier Wochen Bearbeitungszeit.

  1. 01

    Unterlagen zusammenstellen

    Aufteilungsplan im Maßstab 1:100, Lageplan, Wohnflächenberechnung, Antragsformular der zuständigen Behörde und Vollmachten bei mehreren Eigentümern.

  2. 02

    Plausibilität prüfen

    Außenmaße, Wandverläufe und Geschosshöhen müssen mit der ursprünglichen Baugenehmigung übereinstimmen. Abweichungen vorab dokumentieren, damit beim Ortstermin keine Überraschungen auftauchen.

  3. 03

    Antrag einreichen

    In den größeren Städten Hessens digital über das Bauportal der Behörde, in kleineren Gemeinden klassisch per Post oder vor Ort. Eingangsbestätigung kommt meist innerhalb von drei Werktagen.

  4. 04

    Ortstermin oder Aktensicht

    In Frankfurt und Wiesbaden häufig auf Plausibilitätsprüfung reduziert. Im ländlichen Raum Nordhessens Standard.

Rechtsgrundlage: Bundeseinheitlich gilt § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 3 Abs. 3 WEG sowie die Allgemeine Verwaltungsvorschrift für die Ausstellung von Bescheinigungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz (AVA); welche Behörde in Hessen zuständig ist, bestimmt das Landesrecht über die Bauaufsichtsbehörden. Auf der Detailseite der zuständigen Bauaufsicht steht das jeweils aktuelle Merkblatt mit Antragsformular und Gebührenstaffel zum Download.
Sachverständigenoption: Nein. Seit dem 1. Dezember 2020 stellt nach § 7 Abs. 4 WEG nur die Baubehörde Aufteilungsplan und Bescheinigung aus. Ein Architekt kann Pläne und Antrag vorbereiten, die Gebühr der Behörde fällt immer an. Gebühr nach Nr. 648 VwKostO-MWVW: 70 bis 360 Euro je Wohnungs oder Teileigentum.
Praxisbeispiel

Praxisbeispiel: Mehrfamilienhaus in Frankfurt am Main

Ein typischer Fall, wie er bei der Bauaufsicht in Hessen regelmäßig eingeht. Die Eckdaten dienen als Orientierung, konkrete Werte für Ihr Objekt liefert der Live Rechner.

Objekt

  • Mehrfamilienhaus in Frankfurt am Main
  • Baujahr 1982
  • fünf Wohneinheiten
  • 480 m² Wohnfläche gesamt
  • fünf Etagenwohnungen, Tiefgarage als Sondernutzungsrecht

Ablauf

Eckwerte

Beim Frankfurter Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage ist die Zuordnung der Stellplätze als Sondernutzungsrecht der häufigste Klärungspunkt. Wer das im Aufteilungsplan und in der Gemeinschaftsordnung früh festlegt, vermeidet eine zweite Antragsrunde.

Landespraxis

Was gilt in Hessen besonders?

Besonderheit beim Aufteilungsplan. Frankfurt am Main hat eine eigene digitale Antragsstrecke mit Statusabfrage, was den Vorgang spürbar beschleunigt.

Erfahrung mit Bearbeitungszeiten. Frankfurt vier bis fünf Wochen digital, Kassel und Marburg sechs bis sieben Wochen klassisch.

Wenn Sie wissen wollen, wie der konkrete Kostenrahmen für Ihren Fall in Hessen aussieht, hilft der Kostencheck auf der Startseite weiter. Er kalkuliert mit den landesspezifischen Gebühren und Honorarspannen.

Kalkulation

Kostenrahmen für Ihren Fall in Hessen

Slider für Einheiten, Bauform und Aussteller. Spanne aktualisiert sich live mit den Gebührenwerten aus Hessen.

Live Rechner öffnen
FAQ

Häufige Fragen zu Hessen

Wer stellt die Abgeschlossenheitsbescheinigung in Hessen aus?

In Hessen ist die Bauaufsichtsbehörde der Stadt oder des Landkreises zuständig.

Was kostet die Bescheinigung in Hessen?

Nach Nr. 648 des Verwaltungskostenverzeichnisses der hessischen Verwaltungskostenordnung (VwKostO-MWVW) kostet die Bescheinigung 70 bis 360 Euro je Wohnungs oder Teileigentum. Bei vier Einheiten fallen ab 280 Euro an.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

In Hessen typischerweise vier bis sieben Wochen. Großstädte mit digitalem Antragsverfahren liegen am unteren Rand, ländliche Behörden eher am oberen.

Reicht ein Sachverständiger statt der Behörde?

Nein. Seit der WEG Reform zum 1. Dezember 2020 stellt nach § 7 Abs. 4 WEG ausschließlich die Baubehörde Aufteilungsplan und Abgeschlossenheitsbescheinigung aus. Die frühere Möglichkeit, Sachverständige per Landesverordnung zuzulassen, hatte kein Land genutzt. Ein Architekt kann Pläne und Antrag vorbereiten.

Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?

Antragsformular, Aufteilungsplan im Maßstab 1:100, Lageplan, Berechnung der Wohnflächen sowie eine Beschreibung der Sondereigentumseinheiten. Die genaue Liste finden Sie im Merkblatt der jeweiligen Behörde.

Wie schnell ist Frankfurts digitale Strecke?

Frankfurt am Main bearbeitet digitale Anträge in vier bis fünf Wochen, Statusabfrage rund um die Uhr. Wiesbaden und Darmstadt folgen mit ähnlichem Tempo.

Was prüft die hessische Bauaufsicht besonders streng?

Hessen achtet vor allem auf die Trennwandqualität zwischen Sondereigentumseinheiten und auf eigenständige Versorgungsanschlüsse. Wer Schallschutz und Wärmeschutz nachweisen kann, bekommt selten Korrekturen.

Verzahnung

Was ist vor und nach der Bescheinigung in Hessen wichtig?

Vor der Bescheinigung steht die bauliche Bewertung, danach Notartermin und Eintrag ins Wohnungsgrundbuch. In Hessen geht diese Abfolge am schnellsten auf, wenn jede Stelle nur einmal denselben Stand prüft.

Vor dem Antrag

  1. Voraussetzungen prüfen, vier bauliche und drei formale Punkte
  2. Architektenhonorar kalkulieren, Pauschalen einholen
  3. Aufteilungsplan beauftragen, im Maßstab 1:100
  4. Eigentumsverhältnisse über aktuellen Grundbuchauszug klären

Nach der Bescheinigung

  1. Teilungserklärung beim Notar beurkunden oder beglaubigen lassen
  2. Grundbuchamt trägt Wohnungsgrundbücher ein
  3. Bei Verkauf: Energieausweis und Wohnflächenberechnung nach WoFlV beilegen
  4. Steuerlich: Kaufpreis in Boden und Gebäude aufteilen für die AfA

Wer in Hessen aufteilen will, sollte diesen Ablauf nicht starr abarbeiten, sondern parallel denken. Notar und Architekt arbeiten oft gleichzeitig, der Notarentwurf entsteht meist auf Basis des Aufteilungsplans, und die Bescheinigung trägt am Ende beides zusammen. Wer zu früh den Notartermin festsetzt, riskiert, dass die Bescheinigung noch nicht fertig ist und der Termin verschoben werden muss.

Eine Frage, die wir oft hören: Lohnt sich die Beauftragung eines Anwalts neben dem Notar? In Hessen gilt die gleiche Antwort wie bundesweit. Der Notar ist neutral und prüft die Form, ein WEG erfahrener Anwalt schaut speziell auf Ihre Interessen, vor allem bei der Gemeinschaftsordnung. Bei einer Aufteilung in mehr als drei Einheiten oder bei gemischter Nutzung ist die zusätzliche anwaltliche Prüfung in fast allen Fällen das Geld wert.

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