Muster und Vorlage
Komplette Mustergliederung mit Antragsschreiben, Aufteilungsplan und Anlagenkatalog. Anwendbar in allen 16 Bundesländern.
Muster, Kosten, Notar, Plan, Recht und Sonderfälle. Wählen Sie den Einstieg, der zu Ihrer Situation passt. Acht Pillars decken alles ab, was zwischen erstem Antragsentwurf und fertigem Wohnungsgrundbuch liegt, ohne juristisches Fachchinesisch und mit echten Praxiswerten.
Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist der formale Beleg, dass eine Wohnung baulich abgeschlossen ist und damit eigenständig im Grundbuch stehen darf. Klingt trocken, ist im Alltag aber das Türschloss zwischen Mietshaus und einzeln verkäuflicher Eigentumswohnung. Ohne diese Bescheinigung kein Wohnungsgrundbuch. Ohne Wohnungsgrundbuch kein Verkauf einer Einheit, keine eigene Finanzierung, keine saubere Erbteilung.
Wir haben die acht häufigsten Themenpfade zusammengestellt, die Eigentümer und Anwälte immer wieder durchlaufen. Jeder Pillar ist eigenständig lesbar, alle hängen aber inhaltlich zusammen. Wer am Anfang steht, beginnt mit den Voraussetzungen. Wer den Notartermin vorbereitet, geht direkt in die Teilungserklärung. Wer kalkulieren will, springt in die Architektenkosten.
Komplette Mustergliederung mit Antragsschreiben, Aufteilungsplan und Anlagenkatalog. Anwendbar in allen 16 Bundesländern.
HOAI Beispielrechnungen, Pauschalen aus realen Mandaten, Stundensätze und welche Faktoren Ihr Honorar nach oben oder unten ziehen. Plus drei Verhandlungstipps.
Notarielle Teilungserklärung erklärt. Unterschied zur Bescheinigung, Notarablauf in 5 Schritten, Inhalt, Mustertext und Kosten nach GNotKG mit Tabellenwerten.
Pflichtangaben, schematisches Beispiel mit SVG, Maßstab 1:100, fortlaufende Nummerierung und Bauteilkatalog. Plus typische Korrekturen aus der Praxis.
Vier bauliche Kriterien plus drei formale Voraussetzungen. Mit Selbstcheck in 7 Fragen, Grenzfällen und Hinweisen zu typisch tolerierten Abweichungen.
§ 3 Abs. 3 und § 7 Abs. 4 WEG verständlich erklärt, mit Originaltext und Auswirkungen der Reform 2020. Plus Sondereigentum vs Teileigentum im Vergleich.
Wohnungsgrundbuch anlegen Schritt für Schritt. Reihenfolge der Einträge, Inhalte der drei Abteilungen, Kostenrechnung und Bearbeitungsdauer im Alltag.
Bestandsschutz Stufen, Schwarzbau Risiken, nachträgliche Genehmigung und realistische Erfolgschancen. Plus Hinweise zu Bauakten und Verwaltungspraxis.
Zuständige Bauaufsicht, Unterlagen, Ablauf in sechs Schritten, Bearbeitungsdauer und häufige Gründe für Rückfragen oder Ablehnung.
Aufteilungsplan, Behördengebühr, Notar nach GNotKG und Grundbuchamt mit Beispielrechnung, Kosten einer Änderung und wer zahlt.
Wo die Urkunde liegt, wer sie beim Grundbuchamt erhält, Mustertext für den Antrag und Kosten der Kopie nach GNotKG.
Aufbau nach § 8 WEG mit Gliederungsbeispiel, Miteigentumsanteile, Sondereigentum nach § 5 WEG bei Balkon, Fenster und Rollladen, Sondernutzungsrechte.
Zustimmung aller Eigentümer, Öffnungsklausel und Mehrheitsbeschluss, Form nach § 29 GBO, Grundbucheintrag und Kosten.
Damit Sie nicht alles auf einmal lesen müssen, hier drei Reihenfolgen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Ein häufiges Missverständnis: Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist keine Qualitätsbescheinigung Ihrer Wohnung, kein Sachwertgutachten und kein Energieausweis. Sie sagt nur eins: Diese Einheit ist baulich von den anderen abgeschlossen und kann deshalb eigenständig ins Grundbuch. Mehr nicht, weniger auch nicht.
Wer eine Wohnung tatsächlich verkaufen will, braucht zusätzlich einen aktuellen Energieausweis nach GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz GEG), eine Wohnflächenberechnung nach WoFlV und in der Regel ein Verkehrswertgutachten oder mindestens eine indikative Bewertung Ihres Objekts. Diese Dokumente ergänzen die Bescheinigung, ersetzen sie aber nicht. Wer die Wohnung später vermietet, holt zusätzlich ein Restnutzungsdauer Gutachten ein, um die AfA realistisch anzusetzen statt pauschal mit 50 Jahren zu rechnen, und ein Mietwertgutachten zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete, damit die Anfangsmiete sauber begründbar ist und Mieterhöhungen später nicht an §558 BGB scheitern.
Vom ersten Unterlagencheck bis zur ausgestellten Abgeschlossenheitsbescheinigung vergehen in der Regel 2 bis 12 Wochen ab Antragseingang, je nach Bundesland, Vollständigkeit der Bauakten und Auslastung der Bauaufsicht. Vollständige Unterlagen halten die Dauer kurz, weil Rückfragen entfallen.
Eine Faustformel aus der Praxis: Vom ersten Telefonat mit dem Architekten bis zum fertigen Wohnungsgrundbuch sind drei bis fünf Monate normal. Wer den Notartermin schon im Kalender hat, sollte ihn frühestens vier Wochen nach dem voraussichtlichen Eingang der Bescheinigung anberaumen, sonst entsteht Druck an der falschen Stelle. Notarverschiebungen kosten Geld, vor allem wenn Käuferinteressenten dranhängen.
Tipp am Rande: Drucken Sie sich am Anfang einen einfachen Zeitstrahl mit den fünf Stationen aus. Aufmaß, Plan, Antrag, Bescheinigung, Notar. Dann wissen alle Beteiligten, wo man steht, und Rückfragen aus der Familie oder vom Steuerberater laufen ins Leere, bevor sie Stress machen.
In den Beratungen begegnen uns immer wieder die gleichen Annahmen, die schlicht nicht stimmen. Drei davon kosten richtig Zeit und Geld, wenn niemand früh widerspricht.
Stimmt nicht ganz. Solange am Bauzustand und an den Eigentumsverhältnissen nichts wesentliches passiert, behält die Bescheinigung ihre Aussage. Wer aber später Wände versetzt, eine Wohnung in zwei teilt oder eine Praxis in eine Wohnung umnutzt, braucht eine neue Bescheinigung. Das übersehen viele und stolpern Jahre später am Notartermin.
Auch nicht. Sie müssen sie aktiv beantragen, üblicherweise gemeinsam mit der Schlussabnahme. Der Architekt kennt das Verfahren, die Bauaufsicht ebenso, der Bauherr muss aber den Antrag stellen. Ohne dieses Stück Papier öffnet kein Notar die Tür zur Teilungserklärung.
Falsch. Seit dem 1. Dezember 2020 stellt nach § 7 Abs. 4 WEG in jedem Land nur die Baubehörde aus. Die frühere Länderermächtigung für Sachverständige hatte kein Land genutzt. Die Übersicht finden Sie auf den 16 Länderseiten.
In der Regel 2 bis 12 Wochen ab Antragseingang, je nach Bundesland und Auslastung der Bauaufsicht. Vollständige Unterlagen halten die Dauer kurz, weil Rückfragen entfallen.
Ja, sie ist unbefristet gültig, solange Bauzustand und Eigentumsverhältnisse unverändert bleiben. Werden später Wände versetzt, eine Wohnung geteilt oder eine Praxis in Wohnraum umgenutzt, ist eine neue Bescheinigung erforderlich.
Nein. Sie muss aktiv beantragt werden, üblicherweise gemeinsam mit der Schlussabnahme; ohne sie kann der Notar die Teilungserklärung nicht beurkunden.
Nein, in keinem Land. Seit der WEG Reform zum 1. Dezember 2020 stellt nach § 7 Abs. 4 WEG ausschließlich die Baubehörde Aufteilungsplan und Abgeschlossenheitsbescheinigung aus.
Inklusive Aufteilungsplan ab 350 Euro pro Objekt: bei vier Einheiten ab 50 Euro Verwaltungsgebühr der Bauaufsicht nach Landesrecht plus ab 300 Euro Architektenhonorar; kommt ein Notar für die Teilungserklärung hinzu, fallen dessen Gebühren zusätzlich an.
Nein. Die Abgeschlossenheitsbescheinigung bestätigt die bauliche Abgeschlossenheit und stammt von der Bauaufsicht; die Teilungserklärung nach §8 WEG begründet rechtlich das Wohnungseigentum und wird vom Notar beurkundet oder beglaubigt.
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Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln
Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zur Abgeschlossenheitsbescheinigung nach § 7 Absatz 4 WEG und § 32 Absatz 2 WEG für Teilungserklärung und Eigentumswohnungen.
Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 26. Oktober 2026. Frühere Stände sind über das Impressum nachfragbar.
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